Fest der bunten Flieger

Leichte Verwunderung gab es sicher zuerst bei den Besuchern, die sich langsam dem Ende der Buschstrasse und somit dem alljährlichen Austragungsort des Drachenfestes näherten. Nanu, noch niemand da? Aber klar doch. Vom Weg aus nicht gleich ersichtlich wurde in diesem Jahr auf Wunsch der Agrargenossenschaft die benachbarte Wiese als Startplatz für die bunten Flieger genutzt. Erste ankommende Gäste wurden von den Vereinsmitgliedern mit freundlichem Winken auf diesem Umstand aufmerksam gemacht. Und so füllte sich die Wiese schnell mit bunten Treiben der zahlreich erschienenen Teilnehmern.

Denk man an Drachen steigen lassen, kommt sicher wetterfeste Kleidung und eine steife Brise in den Sinn. Warme Jacken konnte man an diesem Sonntagmorgen aber getrost Zuhause lassen. Sonnig warmes Herbstwetter und genau die richte Brise Wind sorgte für einen vergnüglichen Familiespaß. Fast schon mühelos stiegen all die Flieger in die Lüfte und ergaben als bunte Punke für die Zuschauer ein herrliches Bild. Man konnte sogar die Leine vom Drachen an den Kinderwagen befestigen, um beide Hände für den Nachwuchs frei zu haben oder Kaffe zu trinken ohne den Flug dabei zu unterbrechen. Also perfekte Windbedingungen für ein Drachenfest.

Preise für die kleinen Drachenfans gab es natürlich auch. Während sich die Kinder um die große Überraschungskiste drängten, gönnten sich die Papas ein wohlverdientes Bierchen. So viel Spaß und Getümmel macht hungrig. Für das anschließende gemeinsame Mittagessen aus der mobilen Küche von Andrea Meyer hieß es dann wählen. Suppe mit Bockwurst oder Nudeln mit Tomatensoße? Lecker…! Danach wurden die Drachen bis zum nächsten Einsatz wieder gut verpackt und langsam der Heimweg angetreten.

Ton ab, Kamera läuft

Auf die zahlreichen Teilnehmer, die sich am Sonntagmorgen in Dannefeld zur rund 25 km langen „Storchentour“ eingefunden hatten, wartete noch zusätzlich eine kleine Überraschung. Denn die Radlerfreunde wurden in diesem Jahr nicht nur vom Vereinsvorsitzenden Otto Grothe begrüßt, sondern auch von einem Team des MDR, das die Radtour für einen TV-Beitrag begleiten wollte. Schon hier im Ort befindet sich auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei eins der acht Horste, die bei dieser Tour abgefahren wurden. Leider war die Storchenfamilie wohl auf Futtersuche und somit das Nest gerade leer.

Dann hieß es kräftig in die Pedalen treten und dabei die schöne Landschaft und natürlich den Anblick der Störche auf ihren Horsten oder Futter suchend auf den Wiesen genießen. Früher war es in den Dörfern ein allbekanntes Bild – wie aufgefädelt ein großer Trupp Schwalben auf den Strommasten sitzend. Auch dies konnte man bei der Radtour erleben.

Die Führung übernahm H.G. Benecke, der wieder viel Interessantes aus dem Storchleben berichten konnte. So erfuhren die Teilnehmer u.a. dass die Ostzieher in diesem Jahr recht spät aus ihren Winterquartieren eintrafen. Mit 86 Jungstörchen liegt der Bruterfolg der Weißstörche somit im guten Mittelfeld. Jeder Stopp wurde vom MDR- Team in Bild und Ton natürlich festgehalten.

Über den Friedrichskanal führte die Tour zur Buchhorster Informationsstelle der Naturparkverwaltung. Wo ein längerer Halt eingelegt wurde. Hier hatte Andrea Meyer wieder für ein gemeinsames Mittagessen gesorgt. An der Ohre entlang ging es dann ausgeruht und gut gestärkt weiter nach Köckte und von dort nach Dannefeld, dem Ausgangspunkt der Radwanderung. Wer ein zweites Mal an diesem Tag die Storchentour erleben wollte, saß später sicher gemütlich im Sessel und sah sich den TV-Beitrag an, der noch am selben Abend gesendet wurde.

Grillsaison eröffnet

Das schöne Wetter nutzend haben sicher viele den heimischen Grill im Garten angeheizt, um in gemütlicher Runde den Muttertag zu begehen. So auch der Miester Fremdenverkehrsverein. Allerdings standen die Grills hier wieder mitten im Drömling am Schleusentempel. Wozu sich also selber die Arbeit machen, wenn man an den Drei Schleusen so einen fleißigen Grillmeister vorfindet. Und so konnten die Vereinsmitglieder wieder zahlreiche Gäste begrüßen, die sich gut gelaunt an den hübsch gelegenen Grillplatz einfanden.

Es duftete aber nicht nur lecker nach Steaks und Bratwurst sondern auch nach frisch gebackenem Kuchen. Da hatte es niemand eilig um vielleicht zur Kaffeezeit wieder Zuhause zu sein. Erst am späten Nachmittag wurde sich mit einem Dank für die gute Bewirtung verabschiedet. Während die Gäste langsam nach Hause radelten, hieß es für die Vereinsmitglieder noch den Platz aufräumen. Es war doch ein schöner Sonntag. Oder?