01. Okt. 2015

Flieg, mein Drachen, flieg…

Nach diesem Kinderlied tanzten am Sonntagvormittag wohl die bunten Flieger lustig durch die Lüfte. Austragungsort des Drachenfestes war wieder die große Wiese der Agrargenossenschaft „Am Schnabel GmbH“ in Miesterhorst.

Hier tummelten sich bei sonnigem Herbstwetter zahlreiche große und kleine Besucher, um die Drachen ordentlich auf Höhe zu bringen. Der Wind machte wohl gerade Urlaub. Schließlich hatte er in diesem Jahr zeitweise schon kräftig genug geblasen. Aber die leichte Brise und die vielen Anfeuerungsrufe der Zuschauer reichten dann doch aus. Für jeden fliegenden Drachen gab es auch ordentlich Applaus.

Über dieses bunte Treiben in seinem Revier schien sich auch ein Rotmilan zu interessieren, der über die Drachen in der Luft langsam seine Kreise zog. Nach einer gemeinsamen Mahlzeit, nicht zu vergessen die Preise für die kleinen Drachenfans, wurden die bunten Flieger langsam wieder eingepackt.

26. Sep. 2015

Das Wandern ist des Schülers Lust

Stillsitzen im Klassenraum brauchte am Donnerstag niemand nach dem Klingeln zum Schulbeginn. Im Gegenteil, festes Schuhwerk und Ausdauer waren gefragt. Denn die Schüler einer 5. Klasse aus der Miester Sekundarschule „Am Drömling“ hatten für diesen Tag eine Wanderung geplant. Und so nahmen Mitglieder des Miester Fremdenverkehrsvereins die Schüler mit zu einer kleinen Wandertour. Ziel war die Beobachtungshütte im „Langen Winkel“ von der man einen guten Ausblick auf das Vernässungsgebiet hat. Mit etwas Glück sieht man hier im Frühjahr den Brachvogel. Aber heute zogen Enten und Schwäne im kleinen Gewässer ruhig ihre Bahnen. 

Die Natur kann dem Beobachter auch schon mal einen kleinen Streich spielen. Der am Boden sitzende und mit dem Fernglas erspähte Vogel war dann doch nur ein kleiner Zweig – wie sich später nach näherer Betrachtung heraus stellte. 

In der Touristinformation endete dann der gemeinsame Wandertag. Hier hatten fleißige Vereinsmitglieder inzwischen alles für einen kleinen Imbiss vorbereitet. 

21. Sep. 2015

Wer sagt die 13 wäre eine Unglückszahl?

Für das Drömlingskonzert galt dies am Freitag jedenfalls nicht. Denn schon zum 13. Mal hieß es wieder auf in die Natur zu Polka, Marsch und Volksmusik. Das beliebte Konzert des Miester Fremdenverkehrsvereins mit dem Musikzug der Feuerwehr lockte wieder zahlreiche Besucher an das „Deutsche Eck“. Schnell füllte sich die sonst so ruhige und idyllische kleine Landzunge in mitten des Drömlings. Hier hatte Familie Steding vom „Wiesencafe“ auch in diesem Jahr wieder den Grill aufgebaut, um für das leibliche Wohl zu sorgen. 

Da bekanntlich die vorhandenen Bänke nie ausreichen, hatten viele der langjährigen Konzertliebhaber mit eigens dafür mitgebrachten Sitzgelegenheiten vorgesorgt. Und so stand dem vergnüglichen zweistündigen Musikabend nichts mehr im Wege.

15. Sep. 2015

Auf der Spur des plattschwänzigen Baumfällers

Die Zerstörung von Lebensraum und Bejagung führte einst zur großflächigen Ausrottung des europäischen Bibers, der auch im urwüchsigen Drömlingsgebiet heimisch war. Durch Schutzprogramme konnte der Biber als zweitgrößtes Nagetier das ursprüngliche Areal wieder besiedeln.

Zur etwa 30 km langen „Bibertour“ trafen sich am Sonntagmorgen 16 wetterfeste Naturfreunde auf Einladung des Miester Fremdenverkehrsvereins unter Führung von Hans-Günther Benecke. Von der Touristinformation in Mieste ging die Radtour nach Miesterhorst, wo sich weitere Teilnehmer anschlossen. 

Den Bahnhofstunnel zur Überquerung der Bahnstrecke nutzend führte die Tour weiter auf einem Waldweg, Schnabelweg genannt, entlang in Richtung Kahnstieg und den Friedrichskanal folgend bis zum „Schleusentempel“, einer Schutzhütte an den drei Schleusen 

Der vom Verein laut Flyer sonst empfohlene Picknickkorb konnte heute getrost zu Hause bleiben. Hier erwartete die hungrigen Radler eine deftige Suppe mit Bockwurst und für die Leckermäulchen Kuchen. Natürlich fehlten auch heiße und kalte Getränke nicht. Für die gute Bewirtung geht ein Dank an Vereinsmitglied Andrea Meyer und Inhaberin vom Miesterhorster „Cafe Andrea“.

Nach dieser Rast und dem Warten auf das Ende eines einsetzenden Regengusses im Schutz des „Schleusentempels“ wurde beschlossen die ursprüngliche Tourenführung etwas ab zu kürzen und nicht erst über den Köckter Damm mit Halt an der Schutzhütte „Biberburg“ gleich über den Ochsenweider Damm nach Dannefeld zu fahren. Von dort ging die Radtour nach Peckfitz und dann zurück nach Mieste.

Der dämmerungs- und nachtaktive Biber war zwar nicht zu sehen, aber seine Anwesenheit ist mit den typischen Baumstümpfen unverkennbar.

05. Mai 2015

Auf der Suche nach Wiesengold

Gold wurde natürlich nicht gesucht bei der Radtour, benannt nach der Sumpfdotterblume mit ihren leuchtend goldgelben Blüten, zu der sich Naturfreunde am Sonntagmorgen an der Touristinformation in Mieste trafen. Von hier ging es dann nach Miesterhorst wo sich noch einige Teilnehmer der ersten geführten Fahrradtour des Miester Fremdenverkehrsvereins anschlossen. 

Einst gehörte die Sumpfdotterblume, die regional u.a. auch Butterblume, Eierblume oder eben Wiesengold genannt wird, im Frühling und Sommer zum typischen Erscheinungsbild von Feuchtgebieten wie zum Beispiel an Bächen oder auf Sumpfwiesen. Leider ist das Vorkommen dieser Frühlingspflanze durch die zunehmende Zerstörung geeigneter Lebensräume geringer geworden. In einigen Bundesländern steht die Sumpfdotterblume bereits unter Naturschutz 

Obwohl die Sumpfdotterblume als giftig gilt, wurde sie in der Vergangenheit als Nahrungs- oder Färbemittel und als Heilpflanze verwendet. Auch schrieb man ihr Hexenabwehrkräfte zu. So wurde sie früher zu Walpurgis gesammelt und vor die Türen der Viehställe verstreut. 

Die Tour führte am Miesterhorster Bahnhof vorbei bis zum Wilhelmskanal wo sich ein Rastplatz für Wanderer befindet und ein Gedenkstein an den Ausbau der Schnellbahnstrecke von Hannover nach Berlin erinnert. Unter der kleinen Holzbrücke konnte dann auch die erste blühende Sumpfdotterblume entdeckt werden. 

Nach dieser eingelegten Pause ging die Radtour weiter am Wilhelmskanal entlang zur Kolonie Kramer, einer idyllisch gelegenen Hofstelle. Hier wurde die Gruppe von Herr Kramer begrüßt und zur Besichtigung durch das recht weitläufige Anwesen geführt. Etwas Besonderes hatte Herr Kramer für seine Gäste auch vorbereitet. Denn als Hobbydichter bringt er seine Naturbeobachtungen zu Papier. Wovon könnten wohl kleine Tannen träumen? Auch der nahegelegene Storchenhorst, den man von der Terrasse gut beobachten kann und somit interessante Einblicke in das Leben von Familie Adebar gibt, war Thema eines Gedichtes. Für seinen unterhaltsamen Vortrag erhielt Herr Kramer als Dank natürlich viel Applaus.
Wer eine Radwanderung plant, sollte hier ruhig einmal vorbeischauen.

Über Kolonie Rätzlingen, einer weiteren Hofstelle in idyllischer Einzellage direkt an der Ohre, führte die beschauliche Frühlingstour dann am Mittellandkanal entlang Richtung Pieplockenburg. An der Flachwasserzone sollte eigentlich ein zweiter Halt eingelegt werden, aber die Radwanderung hatte doch etwas mehr Zeit wie ursprünglich eingeplant in Anspruch genommen und so radelten die Teilnehmer gleich weiter nach Kämkerhorst. Hier wurde die Gruppe vom Mitarbeiter der Naturparkverwaltung Herr Lange und Frau Meyer, die wieder für die Verpflegung bei dieser Veranstaltung gesorgt hatte, schon erwartet. Nach dem gemeinsamen Essen endete dann die unterhaltsame Radtour an diesem schönen Frühlingstag.

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