Glück bei der Brachvogeltour

Diesen heimischen Vogel vor das Fernglas zu bekommen dafür braucht es wohl schon etwas Glück. Brachvögel, die mit ihrem langen Schnabel in sumpfigen Böden nach Nahrung wie Insekten oder Würmern suchen, haben sich nur Gebietsweise an die intensive Nutzung der Kulturlandschaft angepasst. Bruterfolge gibt es aber kaum. Ohne Schutzmaßnahmen kann diese stark bedrohte Vogelart nicht überleben. Wie Herr Benecke bei der ersten geführten Radwanderung des Fremdenverkehrsvereins mitteilte, leben in unserem Gebiet nur noch 2 bis 3 Brutpaare.

Vom Treffpunkt an der Miester Touristinformation führte die „Brachvogeltour“ über Wernitz zum Vernässungsgebiet „Langer Winkel“ mit Beobachtungsstand. Hier gab es zwar keinen Brachvogel zusehen dafür aber Enten und Schwäne, die langsam ihre Bahnen durchs Wasser zogen und einen Seeadler. Über Sachau ging die Fahrt dann weiter nach Breiteiche wo die aufmerksamen Teilnehmer das Glück hatten und tatsächlich den Namensgeber der Radtour entdecken konnten. Entlang der Ohre und des Mittellandkanales war das nächste Ziel die Flachwasserzone bei Pieplockenburg. Diese künstlich geschaffene Schutzzone mit kleinen Inseln und Halbinseln bietet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Jährlich versammeln sich hier tausende von Wildgänsen, die auf ihren langen Flug vom Brutgebiet oder zurück zu den Überwinterungsgebieten dieses geschützte Gewässer als Rastplatz nutzen.

In der Schutzhütte wartete dann eine heiße Suppe und Getränke auf die Gruppe. Das hatten sich die Teilnehmer aber wirklich verdient nach der langen Radtour an diesem doch recht kühlen Frühlingstag. Kurz nach dem Eintreffen an der Holzhütte gab es einen Graupelschauer, von dem man nicht gerade gerne während der Fahrt überrascht worden wäre. Also ein zweites Mal Glück gehabt.

Gedenkstein am Deutschen Eck

Es steht hier am Deutschen Eck in mitten des Drömlings zwar kein monumentales Reiterstandbild so wie beim Namensvetter in Koblens dafür aber ein immerhin vier Tonnen schwerer Gedenkstein. Dieser Stein zeigt nun allen Wanderern, die an diesem idyllischen Platz eine Rast bei ihrer Erkundungstour durch den Drömling einlegen wo sie sich befinden.

Nach einer Ansprache vom Vereinsvorsitzenden Otto Grothe mit Dank an alle Helfer, die an der Umsetzung der Idee beteiligt waren, wurde der Gedenkstein mit viel Applaus der Gäste durch Harald Reich, der sozusagen den Stein ins Rollen brachte, feierlich enthüllt. Für ein Erinnerungsfoto stellten sich im Anschluss alle Beteiligten noch einmal zusammen an den Stein bevor die Gäste der augenzwinkernden Einladung des Vereinvorsitzenden zu den Getränken folgten.

Einladung zur Gedenkstein-Einweihung

Ein großer Findling und die Idee daraus einen Gedenkstein zu fertigen, ist geschafft. Dank fleißiger Helfer steht er nun an seinem Bestimmungsort am „Deutschen Eck“.

Am Freitag, dem 8. April um 16 Uhr möchte der Fremdenverkehrsverein mit einer kleinen Feier den Gedenkstein offiziell einweihen. Dazu sind alle Vereinsmitglieder und Interessierte recht herzlich eingeladen.