Auf der Spur des plattschwänzigen Baumfällers

Die Zerstörung von Lebensraum und Bejagung führte einst zur großflächigen Ausrottung des europäischen Bibers, der auch im urwüchsigen Drömlingsgebiet heimisch war. Durch Schutzprogramme konnte der Biber als zweitgrößtes Nagetier das ursprüngliche Areal wieder besiedeln.

Zur etwa 30 km langen „Bibertour“ trafen sich am Sonntagmorgen 16 wetterfeste Naturfreunde auf Einladung des Miester Fremdenverkehrsvereins unter Führung von Hans-Günther Benecke. Von der Touristinformation in Mieste ging die Radtour nach Miesterhorst, wo sich weitere Teilnehmer anschlossen. Den Bahnhofstunnel zur Überquerung der Bahnstrecke nutzend führte die Tour weiter auf einem Waldweg, Schnabelweg genannt, entlang in Richtung Kahnstieg und den Friedrichskanal folgend bis zum „Schleusentempel“, einer Schutzhütte an den drei Schleusen Der vom Verein laut Flyer sonst empfohlene Picknickkorb konnte heute getrost zu Hause bleiben. Hier erwartete die hungrigen Radler eine deftige Suppe mit Bockwurst und für die Leckermäulchen Kuchen. Natürlich fehlten auch heiße und kalte Getränke nicht. Für die gute Bewirtung geht ein Dank an Vereinsmitglied Andrea Meyer und Inhaberin vom Miesterhorster „Cafe Andrea“.

Nach dieser Rast und dem Warten auf das Ende eines einsetzenden Regengusses im Schutz des „Schleusentempels“ wurde beschlossen die ursprüngliche Tourenführung etwas ab zu kürzen und nicht erst über den Köckter Damm mit Halt an der Schutzhütte „Biberburg“ gleich über den Ochsenweider Damm nach Dannefeld zu fahren. Von dort ging die Radtour nach Peckfitz und dann zurück nach Mieste.
Der dämmerungs- und nachtaktive Biber war zwar nicht zu sehen, aber seine Anwesenheit ist mit den typischen Baumstümpfen unverkennbar.