Fremdenverkehrsverein Mieste

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Miesterhorst – Kolonie Kramer – Kolonie Rätzlingen – Pieplockenburg – Info-Haus der Naturparkverwaltung Kämkerhorst – Lenz I – Miesterhorst
Länge ca. 20 km

Empfehlenswert ist zur Zwischenrast im Drömling die Mitnahme eines Picknickkorbes und einer Decke.
Ausgangspunkt ist die Gemeinde Miesterhorst, per Bahn und mit dem Auto (B188) gut zu erreichen. Im Café Andrea am Ortseingang und der Gaststätte zur Schmiede sind Gäste herzlich willkommen. Einen Fahrradverleih findet man in der Siedlungsstr. 14 bei Feldmanns.

Vom Dorfzentrum mit der Friedenseiche fahren wir ein kurzes Stück entlang der B188 in Richtung Wolfsburg.
Vor der Brücke verlassen wir die Straße nach links und folgen dem Weg, bis wir nach drei Kilometern den Wilhelmkanal erreichen. Eine kleine Holzbrücke erlaubt die Querung. Rustikale Tische und Bänke laden hier zum Verweilen ein. Ein Gedenkstein erinnert an den Ausbau der Schnellbahnstrecke Hannover-Berlin.

Feldlerchengesang begleitet uns auf dem weiteren Weg entlang des Wilhelmkanals zur Kolonie Kramer. Ein Storchenpaar betreut hier von Mai bis August seinen Nachwuchs.

Wir folgen weiter dem Kanal mit der ihm eigenen Tier- und Pflanzenwelt.
Den Abzweig Buschstraße nach ca. fünf Kilometern nutzen wir nicht, sondern biegen erst etwa einhundert Meter weiter nach rechts ab. Der Weg führt zur Kolonie Rätzlingen, in idyllischer Lage an der Ohre gelegen.
Ihr folgen wir durch ein Wiesengebiet nach Osten. Rastende Kiebitze und Kraniche sind hier im Frühjahr und Herbst zu Hunderten und Tausenden zu sehen.
Nach kurzer Zeit erreichen wir die Straße, die von Miesterhorst nach Rätzlingen führt. Gedenksteine an der Ohrebrücke erinnern an die Drömlingsentwässerung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wir biegen nach rechts in Richtung Rätzlingen ab und folgen der Straße bis zum Mittellandkanal. Vor der Brücke biegen wir nach links ab und folgen einem Weg parallel zum Kanal in östlicher Richtung. Linker Hand erstreckt sich ein von Gehölzen reich gegliedertes Wiesengebiet. Greifvögel und Rehe sind hier häufig zu beobachten.
Eine Kanalbrücke, die vorwiegend dem landwirtschaftlichen Verkehr dient, ermöglicht einen Blick auf den neu ausgebauten und verbreiterten Mittellandkanal. Weiter geht es an seiner Nordseite entlang. Nach gut elf Kilometern kommen wir zum Allerkanal-Düker, der das Wasser des Allerkanals unter dem Mittellandkanal hindurchführt. von nun an folgen wir dem Allerkanal und erreichen nach kurzer Zeit die Drömlingsklause in Pieplockenburg. Nach vorheriger Anmeldung findet man hier die Möglichkeit, sich für den Rest der Tour zu stärken.
In unmittelbarer Nähe erstreckt sich zwischen Mittellandkanal und Allerkanal eine ausgedehnte Wasserfläche mit mehreren Inseln und großen Flachwasserbereichen. Ein wichtiger Rastplatz für Kraniche, Gänse und Enten. Dieses Gewässer entstand als Ausgleichsmaßnahme im Rahmen des Kanalausbaus. Dem Weg nach Norden folgend erreichen wir nach gut dreizehn Kilometern das Informationshaus der Naturparkverwaltung am Kämkerhorst. Am Wegesrand ist lediglich das Eingangsschild zu erkennen. Das eigentliche Haus mit seiner Ausstellung sowie der zauberhafte Erlebnis und Lehrgarten mit seinem idyllischen Tümpel liegen verwunschen eingewachsen dahinter. Sie bieten zahlreiche Informationen zur Landschaft des Drömlings und seiner Flora und Fauna. Unter anderem gibt ein Dia-Ton-Vortrag Informationen zu Natur und Landschaft im Jahresverlauf; eine schöne Ergänzung der während der Tour gewonnenen Eindrücke.
Der Naturlehrpfad nördlich der Ohre führt durch einen der interessantesten Horstwälder der Region. Alte Eichenbestände und Birken prägen dieses Waldgebiet.
Zahlreiche Schautafeln informieren den Besucher über Aspekte des Natur- und Artenschutzes.
Auf unserer Fahrt folgen wir linker Hand ein Stück weit dem Naturlehrpfad. An der Ohreschleuse erinnern Gedenksteine an die Gebrüder Riedel, die wesentlichen Anteil an der großen Drömlingsentwässerung und der damit verbundenen Landschaftsgestaltung hatten.
An der Weggabelung verlassen wir den nach rechts abbiegenden Lehrpfad und fahren geradeaus in Richtung Mieste bis zum Friedrichskanal.
Hier biegen wir nach links ab und folgen dem Kanal auf einem unbefestigten Weg bis nach Lenz. Von dort aus ist linker Hand der Miesterhorster Kirchturm gut zu sehen. Wir nutzen nun den sehr gut ausgebauten Radweg entlang der B188 auf ca. zwei Kilometern bis zum Ausgangspunkt unserer Tour, Miesterhorst.

Anmerkung:
Die Wege befinden sich in unterschiedlichem Ausbauzustand. In Teilabschnitten ist das Befahren nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die intakte und kaum zersiedelte Natur sollte dafür entschädigen.